Archivbestände

                             

Das Frauenarchiv Bozen sieht es als seine besondere Aufgabe, frauenspezifische Archivbestände zu übernehmen, zu verwahren und sie im Sitz des Vereins zugänglich zu machen. Der Sammlungsschwerpunkt konzentriert sich dabei auf Bestände und einzelne Archivalien, die von Frauen oder Frauenvereinigungen gebildet worden sind. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Archivbestände der Ersten Frauenbewegung in Tirol und der Zweiten Frauenbewegung in der Region Trentino-Südtirol gerichtet. Aber auch Nachlässe oder Privatarchive einzelner Frauen oder Frauengruppen, die zu anderen historischen Zeitpunkten tätig waren, sollen dabei nicht außer Acht gelassen werden.

Auch die Archive der Vereine im Dachverband der kulturellen Frauenvereine, die ihren Sitz im Interkulturellen Frauenzentrum haben, sollen vom Frauenarchiv Bozen übernommen und geordnet werden.

Die Sammlung wird vielfältig sein und sich nicht nur auf "offizielle" Unterlagen beschränken. Für "graue" Literatur und privates Schrifttum wird immer viel Platz sein. Von großem Interesse sind dabei auch andere Informationsträger und -vermittler, von Fotosammlungen bis zu den auf Tonband gespeicherten mündlichen Überlieferungen.

Hier folgen einige Beispiele unserer Sammlungsschwerpunkte:

- Öffentliches und privates Schriftgut
- "Graue" Literatur: (Werbe)Folder, Flugblätter, Plakate, Einladungen
- Zeitungen, Zeitschriften und Zeitungsausschnittsammlungen
- Fotografien und anderes Bildmaterial
- Filmmaterial wie Dokumentationen, Nachrichtenmitschnitte, Filme
- Tonmaterial wie Volkslieder und Unterhaltungsmusik, feministische Songs, Aufnahmen, Radiobeiträge, Interviews


Wir bitten alle, die Informationen über solches und ähnliches Material haben, das für die Erforschung der Frauengeschichte Tirols nützlich sein könnte, sich mit dem Frauenarchiv Bozen in Verbindung zu setzen.


Während des ersten Jahrs der Tätigkeit des Frauenarchivs (2004) wurde mit der Inventarisierung des Archivs der AIED (Associazione Italiana per l'Educazione Demografica/Italienische Vereinigung zur demografischen Erziehung) begonnen. Es handelt sich dabei um ein Archiv von besonderer Bedeutung für die Frauengeschichte, mit aufschlussreichem Material zur Zweiten Frauenbewegung in Südtirol in den 1970er Jahren. Der Archivbestand enthält sowohl Unterlagen der Beratungsstelle AIED als auch Archivalien der feministischen Gruppe "Alexandra Kollontai", die im Jahr 1971 gegründet wurde.

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